Freitag, 12. Februar 2010 | 20:30 Uhr

DO. 21.1. 22:45 ARD TV Axel Pätz zu Gast im SATIRE-GIPFEL
18. Stuttgarter Kabarettfestival April 2010
Axel Paetz ist nominiert für den Stuttgarter Besen
Axel Pätz
Die ganze Wahrheit
Eintritt: >> Vorverkauf : € 12,- / >> Abendkasse : € 14,-
Mit einem Steilflug startete Axel Pätz im vergangenen Jahr in die
deutsche Kabarett-Szene. Er ist Gewinner des Kabarettpreises „Goldener
Rottweiler“ 2009 sowie Gewinner des Kabarettpreises „Rostocker
Koggenzieher“ 2009 (Jury- und Publikumspreis).
2009 gewinnt Axel Pätz den 3. Platz beim Kabarett-Wettbewerb "Paulaner
Solo" und nimmt die "Böblinger Mechthild“ mit nach
Hamburg. Außerdem wird er nominiert für das "Passauer
Scharfrichterbeil". 2010 wird Axel Pätz erstmals in der ARD
bei Mathias Richlings „Satire–Gipfel“ sowie bei „Ottis
Schlachthof“ zu sehen sein.
Ein durch langjährige Ehe und Kindererziehung gestählter Familienvater
schildert mit klaren Worten und viel Musik seine in den dunklen Schluchten
des brutalen Alltags erworbenen Erkenntnisse auf allen Gebieten des täglichen
Lebens.
Zwischen Geburtstrauma und Seniorenresidenz hat Axel Pätz nicht nur
gelernt, wie man die Familie heldenhaft den Klauen eines Schwedischen
Möbelriesen entreißt, und dass in weiten Teilen der Bevölkerung
immer noch erschreckend viel Unwissen über die fachgerechte Lagerung
von Leichenteilen herrscht, sondern auch seinen Blick geschärft für
die wirklich wichtigen Dinge des Lebens.
So präsentiert er sich als erfahrener Lebensberater, der mit Worten
und Liedern bereitwillig Auskunft gibt, und sich dabei virtuos auf Piano,
Akkordeon, Concertina und Eierschneider begleitet.
Am Ende des Abends ist jedenfalls klar: Das Leben ist zwar grausam, kriminell
und voller Gefahren, doch wenn man, wie Axel Pätz, „Ja!“
sagt zu Mugabe, Dinkellolly und Westerwelle, dann wird eines Tages vielleicht
auch der verzweifelte Aufschrei einer gequälten Kreatur erhört.
Ein Aufschrei, um der Welt zu sagen: „Ich will ein Kind von Birgit
Prinz!“
Axel Paetz schrieb uns und Ihnen einen Brief, aus dem wir auszugsweise veröffentlichen:
Liebe Freunde der Wahrheit,
Die entscheidende Erkenntnis des vergangenen Jahres:
Sterben wird immer populärer.
Die schönsten Beispiele: Michael Jackson und Robert Enke, die die
Welt mit ihrem Ableben derartig bewegten, wie es ihnen im Weiterlebensfalle
nie mehr gelungen wäre.
Kaum beachtet wurde hingegen der Tod von Hans Beck, einem Möbeltischler
aus Mittelfranken, dem wir immerhin die Erfindung des Playmobil-Spielzeuges
verdanken.
Warum feiern wir eigentlich das Ableben unserer Idole, nie aber deren
Geburt (von Jesus mal abgesehen)? Auch im vergangenen Jahr wurden - davon
kann man ausgehen – eine erhebliche Anzahl von zukünftigen
Stars, Erfindern, Staatsmännern und –frauen geboren ohne von
den Medien auch nur einer Zeile gewürdigt zu werden. Wäre es
nicht schön, in der GALA so etwas zu lesen wie: „Am 3.April
2010 wurde im Niedersächsischen Ostereistedt der kleine Marc-Oliver
Müller geboren, der in 32 Jahren unter dem Namen Mo Miller als erster
Mensch den Mars betreten wird“
Ebenfalls nicht vergessen sollte man die, die weiterhin am Leben sind
(ob für die Menschheit von Vor- oder Nachteil, muss von Fall zu Fall
entschieden werden).
Aktuelles Beispiel: Hans-Werner Sinn, der Präsident des Münchner
ifo-Instituts für Meinungsforschung, der vom NaBu jüngst den
Negativ-Umwelt-Preis „Dinosaurier 2009“ verliehen bekam, da
er, so die Begründung, „kaum eine Gelegenheit auslässt,
moderne Umweltpolitik zu attakieren“.
Ein aussichtsreicher Kandidat für den Dino 2010 steht auch schon
bereit:
André Rieu zieht umweltpolitisch andere Saiten auf. Er will mit
einem kompletten Orchester am Nordpol ein Konzert veranstalten, um „die
Öffentlichkeit für die Belange des Klimaschutzes zu sensibilisieren“.
Soll allerdings kein Großereignis werden. Nur drei Vertreter aus
jedem Land werden eingeladen, so dass inclusive Musiker, Technik, Presse,
TV, Organisationsstab, Catering, Helikopter- und Transallpiloten, Security
etc. maximal dreieinhalbtausend Personen den Nordpol heimsuchen werden.
Die Hoffnung, dem vermutlich bald nicht mehr ewigen Eis werden Rieus Violinenklänge
so zu Herzen gehen, dass es wie des Geigers weibliche Fans dahinschmilzt,
um ihn mitsamt Orchester und Staatsbesuchern für immer im Polarmeer
versinken zu lassen, wird sich wohl nicht erfüllen.
Bleibt als Trost:
Wer von Herrn Rieu zu diesem Giga-Event nicht eingeladen wird, darf gerne
zu einer meiner Vorstellungen kommen, oder mich im Januar im Fernsehen
bewundern, und das kann ja auch ganz nett werden.
Meinten wohl auch die Besucher in der Böblinger Kongresshalle, die
mich vor Weihnachten zum Sieger des Comedy - Preises „Böblinger
Mechthild“ wählten.
Der Böblinger Bote schrieb dazu: „Wer sich in Böblingen
vor rund 1200 Zuschauern als Fan des FC Bayern outet, hat normalerweise
verspielt. Der Hamburger Tastenkabarettist Axel Pätz steht zu dieser
perversen Neigung, macht ein Lied darüber und bringt am Ende noch
alle zum Mitsingen. So gewinnt man sein Publikum. So gewinnt man die Böblinger
Mechthild.“
Und bevor ich vergesse: Ich wünsche euch / ihnen allen ein wunderbares
2010 !